Equipment für die astronomische Beobachtung


Hotties Sternwarte

Die Privatsternwarte mit Schiebedach meines langjährigen Astrofreund Horst Lindberg (Lübben).
Die Schutzhütte, Montierung und das Teleskop (11") hat er noch zu DDR-Zeiten eigenhändig gebaut!


Teleskope



Meade LXD55 10 Zoll Schmidt-Newton
Durchmesser 254 mm LXD55
Brennweite 1016 mm (f/4)
Montierung Meade LXD55 parallaktische Montierung mit Autostar auf Berlebach-Stativ
Grenzgröße 14,5 mag
Auflösung 0,47"
sinnvolle Vergrößerung 40x bis 500x
Mit diesem Teleskop beobachte ich eher selten, da der Aufwand für den Aufbau und das Einnorden der Montierung doch relativ groß ist. Durch sein geringes Öffnungsverhältnis ist es sehr lichtstark und deshalb gut für Deep Sky geeignet.
Den Original Meade 6x30 Sucher musste ich aber austauschen, weil mir das Fadenkreuz beim 7. HTT auf mysteriöse Weise abhanden gekommen ist. Wenn das Go-To mal wieder Probleme macht, habe ich zusätzlich noch eine Basisplatte für einen Rigel Quickfinder montiert. Des Weiteren setze ich an den Rohrschellen noch einen 8x50 Winkelsucher von TS ein, der überwiegend dem Starhopping dient. Die Optik des Schmidt-Newton ist überraschend gut. Mein Traum ist allerdings, den 10 Zöller auf einer stabileren Montierung zu betreiben und den zum Teil recht wackeligen Okularauszug durch einen 2 Zoll Crayfordauszug mit Untersetzung zu tauschen.


GSO 8 Zoll Dobson (Newton Reflektor)
Durchmesser 200 mm Dobson
Brennweite 1200 mm (f/6)
Montierung Dobson Alt/Az mit Rollenlager
Grenzgröße 14,0 mag
Auflösung 0,59"
sinnvolle Vergrößerung 30x bis 400x
Am häufigsten beobachte ich mit dem 8 Zöller, der mein Arbeitspferd schlechthin ist. Es ist innerhalb einer Minute aufgebaut und einsatzbereit. Das Teleskop besitzt einen 2 Zoll Crayford-Auszug und eine Spiegellüftung, um die Optik auf dem schnellsten Wege auskühlen zu lassen. Die Spiegellüftung setze ich aber nur bedingt ein, da ich das Teleskop vor der Beobachtung genügend lange auskühlen lasse. Bei schwerem Zubehör muss ich aber Aquarienmagnete als Gegengewicht benutzen. Die Optik des Teleskops ist sehr gut und es konnte seine Stärken schon an so manchem Planeten und Deep-Sky Objekt beweisen! Zusätzlich habe ich es mit einem Rigel Quickfinder ausgestattet, zum schnelleren Auffinden der Objekte.


TS-Optics PHOTOLINE 80 mm Apo (Refraktor)
Durchmesser 80 mm Apo
Brennweite 560 mm (f/7)
Montierung Azimutale Montierung (TSAZGP) mit Feineinstellung
Grenzgröße 12,0 mag
Auflösung 1,73"
sinnvolle Vergrößerung 12x bis 160x
Dieses Teleskop bietet eine farbreine Abbildung durch FPL-53 und Lanthan Sondergläser in seinem Duplett-Objektiv, so dass das Teleskop auch für die Astrofotografie eingesetzt werden kann. Erste Testbeobachtungen bestätigen die sehr hohe optische Qualität mit nadelfeinen Sternen. Und auch mit hohen Vergrößerung ist keinerlei Farbfehler nachweisbar. Durch ein Öffnungsverhältnis von f/7, ist es ein schönes Instrument für die Deep-Sky und Kometenbeobachtung und natürlich auch für Sonne, Mond und Planeten. Mit dem sehr stabilen Okularausszug mit 1/10 Untersetzung, kann sehr genau scharf gestellt werden. Außerdem kann die Taukappe für den Transport eingeschoben werden. Betrieben wird das Fernrohr auf einer sehr stabilen azimutalen Montierung von TS. Als Sucher dient ein Baader Skysurfer III Leuchtpunktsucher.


Bresser Skylux 70 (Refraktor)
Durchmesser 70 mm Lidlscope
Brennweite 700 mm (f/10)
Montierung parallaktische Montierung mit Aluminiumrohr Stativ
Grenzgröße 11,7 mag
Auflösung 1,71"
sinnvolle Vergrößerung 10x bis 120x
Mit dem Lidl-Refraktor sind schon alle Objekte des Messierkatalogs und die hellsten Objekte aus dem NGC/IC-Katalog erreichbar. Wenn es mal schnell gehen soll, ist es meiner Meinung nach das optimale Fernrohr, da es sehr schnell auf- und wieder abzubauen ist. Häufig verwende ich meinen Lidl für helle Kometen sowie für die Mond- und Sonnenbeobachtung. Leider ist mir 2016 die Halterung für den Sucher gebrochen, so dass ich diesen durch einen günstigen Leuchtpunktsucher ersetzt habe.





Ferngläser



Fujinon

Feldstecher für die Astronomie: Das Fujinon 10x50 FMTR-SX-2

Ferngläser für die astronomische Beobachtung


Fujinon 16x70 FMT-SX-2
Sehfeld / wahres GF 70 m / 1000 m ~ 4,0° Fujinon 16x70
Öffnung / Vergrößerung 70 mm / 16x
Austrittspupille / Abstand 4,4 mm / 16 mm
Dämmerungszahl 33,47
Lichtstärke 19,14
Seit Anfang 2019 benutze ich das ein Fujinon 16x70 für die astronomische Weitfeldbeobachtung. Mit einer Austrittpupille von 4,4 mm, ist das Fernglas uneingeschränkt auch in weniger dunklen Gegenden nutzbar und prädestiniert für die Beobachtung flächenhafter Deep-Sky-Objekt und heller ausgedehnter Sternhaufen. Aufgrund des dunkleren Himmelshintergrunds hat man vor allem bei Nebelgebieten deutlich mehr Kontrast. Die Andromedagalaxie nimmt bei einer Vergrößerung von 16-fach ungefähr 3/4 des Gesichtsfeld ein und viele offene Sternhaufen sind bereits in Einzelsterne aufgelöst. Mit 16 mm Augenabstand habe ich bei umgeklappter Augenmuschel keine Probleme, mit Brille zu beobachten. Auch bei diesem Feldstecher sind die Sterne nahezu bis zum Rand knackscharf und es zeigen sich kaum Farbfehler.


Fujinon 10x70 FMT-SX-2
Sehfeld / wahres GF 93 m / 1000 m ~ 5,3° Fujinon 10x70
Öffnung / Vergrößerung 70 mm / 10x
Austrittspupille / Abstand 7 mm / 23 mm
Dämmerungszahl 26,46
Lichtstärke 49
Hier ist ein weiteres Schmuckstück meiner Fernglas Sammlung: Das Fujinon 10x70 Astrofernglas. Mit 70 mm freier Öffnung fängt Deep Sky-Beobachtung erst richtig an. Aufgrund der hohen Lichtstärke und des großen Gesichtsfelds, ist es einfach ein Traum, Sternwolken der Milchstraße, Sternhaufen, große Galaxien und Nebel zu beobachten. Die Abbildung sucht in diesem Preissegment natürlich seines gleichen. Die Sterne sind nahezu bis zum Rand knackscharf. Es gibt keinerlei Verzeichnung. Der Farbfehler ist sehr gering. Eine wirklich lohnende Investition zum Preis von zwei 8" GSO Dobsons! Einfach ein Fernglas fürs Leben. Durch den großen Augenabstand von 23 mm, ist es außerdem noch uneingeschränkt für Brillenträger geeignet. Mit knapp 2 kg Eigengewicht, muss es aber auf ein stabiles Stativ montiert werden.


Fujinon 10x50 FMTR-SX-2
Sehfeld / wahres GF 114 m / 1000 m ~ 6,5° Fujinon 10x50
Öffnung / Vergrößerung 50 mm / 10x
Austrittspupille / Abstand 5 mm / 20 mm
Dämmerungszahl 22,36
Lichtstärke 25
Aufgrund des geringen Gewichts lässt sich der Feldstecher noch sehr gut in der Hand halten. Wegen der Gummiarmierung ist es auch etwas wiederstandsfähiger und in kalten Nächten angenehmer zu halten. Mit 5 mm Austrittpupille ist der Feldstecher das typische Deep-Sky-Fernglas für den engagierten Hobbyastronomen und hat von allen Fujinon FMT-SX Ferngläsern das größte überschaubare Gesichtsfeld. Die Sterne werden dabei scharf bis zum Rand abgebildet und es zeigt den geringsten Farbfehler von allen Ferngläsern, die ich besitze. Deep-Sky-Objekte wirken durch den Blick des Fernglases sehr kontrastreich und es ist einfach ein Traum, damit durch die Sternenfelder der Milchstraße zu streifen.


Nikon Action EX 10x50 CF
Sehfeld / wahres GF 114 m / 1000 m ~ 6,5° Nikon 10x50
Öffnung / Vergrößerung 50 mm / 10x
Austrittspupille / Abstand 5 mm / 17,2 mm
Dämmerungszahl 22,36
Lichtstärke 25
Im Jahr 2015 kaufte ich mir einen moderneren 10x50 Feldstecher mit Stickstofffüllung. Die Wahl viel auf das Nikon Action EX CF, das die schärfste Abbildung auf der Achse aller meiner Ferngläser besitzt. Meiner Meinung nach besitzt es auch das beste Preis-Leistungs-Verhältnis seine Klasse. Dieser Typ von Feldstecher ist vor allem bei zahlreichen Hobbyastronomen beliebt, weil es schon eine Menge heller Deep-Sky-Objekte zeigt. Einige Abstriche muss man allerdings am Gesichtsfeldrand machen. Die letzten 20% vom Gesichtsfeld sind unscharf. Die Okulare sind herausdrehbar, so dass auch Brillenträger das gesamte Gesichtsfeld sehr gut überblicken können.


Fujinon Mariner 7x50 WP-XL
Sehfeld / wahres GF 131 m / 1000 m ~ 7,5° Fujinon Mariner 7x50
Öffnung / Vergrößerung 50 mm / 7x
Austrittspupille / Abstand 7,1 mm / 18 mm
Dämmerungszahl 18,71
Lichtstärke 51
Das Fujinon Marineglas ist von der Schärfe und Transmission her mein zweitbestes Fernglas im Sortiment. Durch seine hohe Lichtstärke und seiner 7 mm großen Austrittspupille, kann es aber nur an wirklich dunklen Standorten eingesetzt werden, da sonst der Hintergrund schon zu hell wird. Das Fernglas zeigt die Sterne nahezu scharf bis zum Rand. Es besitzt, wie das große Astrofernglas der selben Marke, eine Okular Einzelfokussierung. Durch sein geringes Gewicht von nur 885 g, liegt es besonders gut in der Hand und ist prädestiniert für das freihändige Beobachten ohne Stativ. Es ist wasserdicht und sogar schwimmfähig. Außerdem verhindert die Stickstofffüllung, das innere Beschlagen der Linsen in besonders kalten Winternächten.


Minox BV 8x42 BR
Sehfeld / wahres GF 129 m / 1000 m ~ 7,4° Minox 8x42
Öffnung / Vergrößerung 42 mm / 8x
Austrittspupille / Abstand 5,25 mm / 18 mm
Dämmerungszahl 18,3
Lichtstärke 27,6
Das Minox Dachkantglas besitzt eine sehr gute optisch und mechanische Qualität. Die Sternabbildung ist sehr gut auf der Achse und nahezu randscharf bis über 90% des Gesichtsfeldes. So braucht es sich auch vor deutlich teuren Ferngläsern nicht zu verstecken. Die Optik ist phasenkorrigiert, mit kaum sichtbaren Farbfehlern und Reflexen an hellen Objekten. Durch die Stickstofffüllung ist es wasserdicht. Obwohl das Fernglas nur eine Öffnung von 42 mm besitzt, können damit schon sehr viele Deep-Sky-Objekte beobachtet werden. Die Augenmuscheln lassen sich herausdrehen, so dass das Fernglas voll brillenträgertauglich ist. Es hat sich mittlerweile als ständiger Begleiter bei meinen Touren am Sternenhimmel und auf Fernreisen entwickelt und liegt mit einem Gewicht von 780g sehr gut in der Hand.


Visionking 5x25
Sehfeld / wahres GF 277 m / 1000 m ~ 15,1° Visionking 5x25
Öffnung / Vergrößerung 25 mm / 5x
Austrittspupille / Abstand 5 mm / 15 mm
Dämmerungszahl 11,18
Lichtstärke 25
Das Visionking aus chinesischer Produktion bietet ein fast doppelt so großes Sichtfeld wie herkömmliche Ferngläser. Damit ist es möglich, ganze Sternbilder und ausgedehnte Sternhaufen auf einmal zu überblicken. Auf der optischen Achse ist das Fernglas unglaublich scharf und vergleichbar mit meinem Nikon und Fujinon Feldstecher. Die Stern sind im Zentrum nadelspitz. Abstriche muss man nur bei den letzten 20% des Sichtfeldes machen. Das Visionking ist es eine deutlich günstige und bessere Alternative als die Weitfeld-Operngläser, die bei diversen Astrohändlern angeboten werden. Selbst Brillenträger können das gesamte Feld vollständig überblicken. Positiv hervorzuheben ist auch die Stickstofffüllung, die BAk4-Prismen und die Multivergütung.



Parallelogramm-Fernglasmontierung



Binomount

Fujinon Feldstecher auf Orion Paragon Plus Binomount

Seit einiger Zeit setze ich für die Beobachtung mit Ferngläsern die Orion Paragon Plus Binomount ein, die auf ein stabiles Stativ montiert werden kann. Als Stativ benutze ich ein Berlebach Holzstativ. Damit komme ich voll ausgezogen auf eine Höhe, um stehend noch bequem in den Zenit zu gucken. Den Stativadapter habe ich allerdings durch eine Metallplatte mit 1/4 Zoll Schraube ersetzt, auf der eine Arca-Swiss-Klemme von Mengs montiert ist. Somit kann ich jeden handelsüblichen Fernglasadapter befestigen. Empfehlenswert für die Beobachtung mit Feldstechern ist vor allem der Farpoint FAR-Sight Fernglashalter. Darauf kann ich bequem einen Leuchtpunktsucher adaptieren, um Objekte noch einfacher aufsuchen zu können. Vor allem für Ferngläser, die höher vergrößern und damit ein kleineres Gesichtsfeld besitzen, ist das Aufsuchen der Objekte dann nahezu ein Kinderspiel. Ein ganz normaler Fernglashalter tut es dagegen auch. Etwas frickelig ist allerdings die Klemmung des Gelenkes, um das Fernglas in der Höhe zu verstellen. Die Feststellschraube ist mir mal gebrochen, so dass ich mir einen kleinen Sterngriff mit M4-Gewinde besorgen musste, um das Teil zu ersetzen. Durch die Paralleogrammmontierung bleibt das Fernglas auf das Objekt eingestellt, auch wenn die Einblickhöhe verändert wird. So können ganz bequem Beobachter mit unterschiedlicher Körpergröße beobachten.



Okulare und Filter



Okulare Meade Serie 4000 (1,25")
Okulare
Typ Brennweite in mm Gesichtsfeld in °
Meade Super Plössl 40 40 44
Meade Super Plössl 32 32 52
Meade Super Plössl 26 26 52
Meade Super Plössl 20 20 52
Meade Super Plössl 15 15 52
Meade Super Plössl 12.4 12,4 52
Meade Super Plössl 9.7 9,7 52
Meade Super Plössl 6.4 6,4 52


Verschiedene Weitwinkel- und 2-Zoll Okulare
Okulare
Typ Brennweite in mm Gesichtsfeld in °
Baader Hyperion 21 mm 21 68
Baader Hyperion 17 mm 17 68
Baader Hyperion 13 mm 13 68
Baader Hyperion Mark IV Zoom 8 - 24 68 - 48
Celestron SMA 25 mm WA 25 52
Celestron X-Cel LX 7 mm 7 60
Explore Scientific 68° 34 (2") 34 68
Explore Scientific 82° LER 8.5 8,5 82
Explore Scientific 82° LER 4.5 4,5 82
Meade QX 26 mm (2") 26 70
TS-Optics WA 32 mm (2") 32 67
TS-Optics SW 20 (Goldkante) 20 66
TS-Optics Super Plössl 12 12 52
TS-Optics SWM 9 (Blaukante) 9 66



Bei der teleskopischen Beobachtung verwende ich nur bestimmte Okulare. Das Okularset der Serie 4000 von Meade kommt vor allem beim Einsatz meines Skylux zur Verwendung und dienen als Ersatzokulare für die Beobachtung mit dem TS-Apo auf dem Feld. Das Baader Hyperion Zoom Okulare ist mit diesem Teleskop das am häufigsten verwendete Okular. Natürlich macht es auch am 8 Zöller sowie am 10 Zoll Schmidt-Newton eine gute Figur. Auf Sternführung oder beim Teleskoptreffen ist das Zoom-Okular natürlich auch immer mit dabei und spart, wenn mehrere Beobachten, den lästigen Okularwechsel. Die Okulare, mit denen ich am häufigsten den Himmel beobachte, stelle ich nun im einzelnen vor...




ES 34 Explore Scientific 68° AR 34 mm (2")
Das mit Argon gefüllte 2" Okular ist mein neues Übersichtsokular in meiner Sammlung und löst das alte 32 mm Okular von TS ab. Selbst mit dem schnellen 10" f/4 SN ist die Randabbildung noch akzeptabel. Es dient für die Beobachtung großflächiger Sternhaufen und Nebel und auch für die Kometenbeobachtung. Der Anblick des Andromedanebels zum Beispiel ist mit diesem Okular und 68° Gesichtsfeld einfach ein Genuss.
Meade QX 26 Meade QX 26 mm Serie 4000 (2")
Ein weiteres Übersichtsokular mit etwas höherer Vergrößerung und 70° Eigengesichtsfeld, das ich vor einigen Jahren Uwe abgekauft habe. Es bildet bei f/5 zwar nicht mehr ganz randscharf ab, ist aber trotzdem ein schönes Okular für ausgedehnte Sternhaufen und Nebel, vor allem für den 8 Zöller. Das Okular besitzt einen großen Augenabstand und ist für Brillenträger geeignet.
Hyperion Zoom Baader Hyperion Mark IV 8 - 24 Zoom
Das Baader Zoomokular erspart so manchen Okular-wechsel und besitzt eine 1,25 und 2 Zoll Steckhülse. Dabei ist es stufenlos von 8, 12, 16, 20 und 24 mm zoombar. Auf der niedrigsten Vergrößerungsstufe beträgt das Gesichtsfeld moderate 48° und auf der höchsten 68°. Vor allem nutze ich es für das Aufsuchen schwächerer Deep-Sky-Objekte bzw. als Go-To-Okular für den 10" Schmidt-Newton.
Hyperion 21 Baader Hyperion 21 mm
Das 21 mm Hyperion Okular besitzt bei f/5 eine deutlich bessere Randabbildung als das viel gepriesene Meade QX 26 mm. Es dient vor allem für die Beobachtung offener Sternhaufen und größerer Galaxien, wobei es vor allem auf der Achse eine nahezu perfekte Schärfe besitzt. Auch dieses Okular ist wie alle Hyperion Okulare uneingeschränkt brillenträgertauglich und besitzt ein großes scheinbares Gesichtsfeld von 68°.
Nagler 17 Baader Hyperion 17 mm
Im Vergleich zu den Hyperions neuerer Bauart, fällt vor allem die etwas röter gefärbte Vergütung auf. Das 17 mm Hyperion gehört zur ersten Serie und ist mit das älteste Okular in meiner Sammlung. Es ist mein unangefochtenes Lieblingsokular vor allem für hellere und ausgedehnte Galaxien. Die Sternabbildung ist nahezu perfekt bis zum Rand und macht auch am schnellen 10 Zöller eine gute Figur.
Hyperion 13 Baader Hyperion 13 mm
Auch das Hperion 13 mm ist ein hervorragendes Okular für Galaxien und schwächere offene Sternhaufen. Mit einer Austrittspupille zwischen 3 und 4 mm, wird der Himmelshintergrund so weit abgesenkt, dass auch schwächere Objekte kontrastreich im 68° großen Gesichtsfeld erscheinen. Für viele Beobachter zählt das Okular mit zu den besten Deep-Sky-Okularen und dient auch für die Beobachtung schwächerer Kometen.
ES 8.5 Explore Scientific 82° LER 8.5 mm AR
Das mit Argon gefüllte Okular ist wasserdicht und besitzt eine nahezu perfekte Randabbildung auch für schnellere Fernrohre. Es ersetzt mein TS SWM 9 mm Okular. Durch das sehr große Gesichtsfeld von 82°, stellt sich beim Beobachter eine Art Spacewalkeffekt ein und Objekte lassen sich ohne Nachführung länger im Gesichtsfeld halten. Das Okular ist gut geeignet, Galaxien bei hoher Vergrößerung zu beobachten.
Celestron X-Cel 7 Celestron X-Cel LX 7 mm
Das Okular besitzt ein scheinbares Gesichtsfeld von 60°, so dass es ebenfalls sehr gut für Deep-Sky-Beobachtungen eingesetzt werden kann. Die Augenmuschel ist für Brillenträger sogar herausdrehbar. Aber auch für Planetenbeobachtungen ist es sehr gut geeignet, da es fast die optimale Brennweite besitzt, die auch bei schlechten Seeingbedingungen noch viele Details wahrnehmen lässt.
ES 4.5 Explore Scientific 82° LER 4.5 mm AR
Mit dem 4,5 mm Okular erreiche ich mit meinem 8 Zoll Dobson die sinnvolle Maximalvergrößerung. LER bedeutet, dass das Okular voll brillenträgertauglich ist. Mit 82° scheinbaren Gesichtsfeld lassen sich Objekte bei sehr hoher Vergrößerung lange verfolgen. Ich setze es vorwiegend für die Beobachtung von Mond und Planeten ein sowie für die Betrachtung von Kugelsternhaufen und kleinen Planetarischen Nebeln.



BarlowOhne Okulare ist eine Beobachtung mit dem Teleskop natürlich nicht möglich. Meine Meade Super Plössls sind eigentlich Allroundokulare und fast an jedem Teleskop gut einsetzbar. Beim Kauf meines LXD55 habe ich die Okulare, mitsamt Koffer, günstig erstanden. Am häufigsten benutze ich die Meade Plössls an meinem Schmidt-Newton sowie am 70 mm Lidlscope. Dabei sind die Okulare mit den Brennweiten 32 mm, 26 mm und 20 mm am häufigsten im Gebrauch.
Mit dem Meade Plössl 40 mm, besaß ich noch ein weiteres Plössl von TS mit derselben Brennweite. Dieses war mein erstes 1 1/4 Zoll Okular und ich benutzte es ziemlich häufig an meinem alten f/6 Quelle-Newton (welches selber nur 1 Zoll Okulare im Lieferumfang besaß). Vor einigen Jahren verkaufte ich das Okular auf dem HTT. Das 12 mm Super Plössl von TS bekam ich mit meinem 8 Zoll Dobson dazu und habe es bis zur meiner Anschaffung des 9 mm TS SWA sehr häufig benutzt. Dank des großen Gesichtsfeldes und der geringen Brennweite, ist es ein sehr schönes Deep-Sky Okular für hohe Vergrößerungen. Auch an Planeten macht zeigt es eine sehr gute Abbildung. Die 2 Zoll Okulare in meinem Sortiment benutze ich vorrangig an meinem 8" Dobson. Das TS WA 32mm mit 67° Gesichtsfeld ist dabei das Aufsuchokular schlechthin und natürlich die erste Wahl für ausgedehnte Nebel, Sternhaufen und große Kometen. Es war im Lieferumfang meines 8 Zöllers dabei. Das 25 mm Kellner (2") ist auch sehr gut für Deep-Sky geeignet, weil es nahezu farbrein ist. An Sternhaufen und großen Galaxien macht es sich besonders gut. In den letzten Jahren habe ich Okular allerdings nur gebraucht erstanden. Von meinem Astrokumpel Uwe habe das 2 Zoll Meade QX 26 mm nun in meinem Besitz. Das QX besitzt eine besonders gute Randschärfe, so dass es mein altes 26 mm Kellner abgelöst hat, das ich schließlich an Ron abgetreten habe. Das 25 mm Celestron SMA ist ein Okular vom Typ Kellner und das Standardokular für meinen Lidl. Ich benutze es aber auch sehr gern für den Schmidt-Newton, besonders auf Teleskoptreffen. Ich habe das Okular zusätzlich mit einer umklappbaren Gummiaugenmuschel ausgestattet. Mein absolutes Lieblingsokular ist aber das 17 mm Baader Hyperion und auch an meinem Schmidt-Newton gut einsetzbar. Für kleinere Sternhaufen und Galaxien, sowie große Planetarische Nebel ist es besonders gut geeignet. Ein sehr gutes Okular in meiner Sammlung ist das 7 mm Celestron X-Cel, was sehr gut für Planeten und den Mond geeignet ist. Mit seinem 60 Grad Gesichtsfeld macht es sich aber auch an Deep-Sky-Objekten wie Planetarischen Nebeln sehr gut. Es wurde im September 2015 auf dem 16. HTT von einem Sternfreuden für einen sehr guten Preis käuflich erworben. Das neuste Okular in meiner Sammlung ist das Baader Hyperion Mark IV Zoom-Okular mit einer sehr guten optischen Qualität. Damit entfallen mitunter lästige Okularwechsel bei Deep-Sky-Beobachtungen. Es konnte seine Stärken zum 1. Mal beim 19. HTT im September 2018 unter Beweis stellen. Eine Barlowlinse (Meade 1 1/4 Zoll 2fach) darf in meinem Sortiment natürlich auch nicht fehlen und ersetzt so manches kurzbrennweitige Plössl.




Nebelfilter für Diffuse und Planetarische Nebel



Astronomik UHC (1.25") Astronomik O-III (1.25") TS O-III (2") Explore Scientific UHC (2")
Astronomik UHC Astronomik O3 TS O3 nophoto


Obwohl ich an einem sehr dunklen Standort mit durchschnittlich 6,5 mag Grenzgröße beobachte, sind Nebelfilter in meinem Okularkoffer nicht mehr wegzudenken. Die Kontraststeigerung bei Emissions- und Planetarischen Nebeln ist enorm. Bei leicht oder stark lichtverschmutzten Himmel, entscheidet ein Nebelfilter oft über Erfolg oder Misserfolg einer Nebelbeobachtung.
Ein Aha-Erlebnis ist sicherlich, wenn man zum ersten mal den Cirrus-Nebel im Schwan, den Überrest einer Supernovaexplosion vor 10.000 Jahren, beobachtet: Schon an einem dunklen Standort ist dieses Objekt (auch ohne Filter) im Teleskop erkennbar. Wohnt man allerdings in bzw. am Rande einer Stadt, ertrinkt der Nebel im Streulicht. Ein Nebelfilter filtert hier nun die "schädlichen" Emissionslinien der Straßen- und Umgebungsbeleuchtung heraus und lässt nur die Linien passieren, in denen die Objekte bevorzugt strahlen. Durch die damit verbundene Kontraststeigerung, erscheint erst jetzt das Objekt im Okular! UHC Filter sind eigentlich Allrounder für H-II Regionen und Planetarische Nebel und dunkeln den Himmelshintergrund nicht so stark ab wie ein O-III Filter. Außerdem lässt es noch die H-Alpha (656 nm) und H-Beta Strahlung (486 nm) der Emissionsnebel passieren. Besonders für kleinere (z.B. bei meinem Lidl-Scope) und mittelgroßen Teleskopöffnungen (8 Zoll Dobson) ist der Filter sehr gut geeignet. O-III Filter gehören wie die UHC ebenfalls zur Klasse der Schmalbandfilter. Sie lassen nur das Licht der O-III Linie (496 nm und 501 nm) passieren und sind deshalb besonders für Planetarische Nebel und Supernovaüberreste geeignet, die dieses Licht bevorzugt emittieren. Auch an einigen H-II Regionen, lässt sich der Filter erfolgreich einsetzen. Durch die hohe Filterwirkung werden die Strukturen der Nebel noch deutlicher herausgebildet als beim UHC. Ab einer Teleskopöffnung von 6 Zoll, sind diese Filter sehr gut geeignet.
Nebelfilter zeigen allerdings bei Reflexionsnebel, Galaxien und Sternhaufen keinerlei Kontraststeigerung und beeinträchtigen in diesem Fall eher die Beobachtung. In diesem Fall wäre z.B. ein Breitbandfilter bzw. ein dunklerer Standort erforderlich.




Farbfilter für Planeten



Oft erscheint der Mond viel zu hell im Teleskop. Man kann deshalb sehr gut einen Mondfilter verwenden. Wenn man das Flaschengrün des Mondes nicht mehr ertragen kann, kann man auf einen Grau- bzw. Polarisationsfilter zurückgreifen. Die Farbfilter steigern den Kontrast an Planeten. Je nach Farbe des Filters und Teleskopöffnung werden Oberflächenmerkmale wie Albedostrukturen auf dem Mars oder atmosphärische Erscheinungen bei Gasplaneten im Kontrast erhöht und auffälliger erkennbar.



Farbfilter
Gelb Kontrastanhebung am Mond und Oberflächendetails und Wolken am Mars, Atmosphärenstrukturen am Jupiter z.B. GRF, gut geeignet für Doppelsternbeobachtung am Refraktor
Rot hoher Kontrast am Mond, Beobachtung der Mars Polkappen, für Venusbeobachtungen am Tag
Blau Kontrastverstärkung in den Bändern von Jupiter und Saturn, Oberflächendetails am Mars, dunklere Wolken in der Venusatmosphäre, Kontrastverstärkung am Mond, Kontrastfilter für den Gasschweif der Kometen
Grün universeller Kontrastfilter - starke Kontraststeigerung beim Mond, sehr guter Filter für den GRF, Kontrastanhebung bei rötlichen Strukturen des Jupiter und weiße Flecken in der Saturnatmosphäre
Grau farbneutralen Helligkeitsdämpfung, Steigerung des Kontrastes
Mondfilter Helligkeitsdämpfung und geringe Kontraststeigerung beim Mond



Sonnenfilter



SonnenfilterUm die Sonne gefahrlos beobachten zu können, benötigt man einen geeigneten Sonnenfilter, den man vor das Objektiv des Teleskops befestigen kann. Im astronomischen Fachhandel gibt es dafür passende Glassonnenfilter oder gefasste Filter aus Baader-Sonnenfilterfolie, die aber entsprechend Geld kosten. Am billigsten ist es aber, sich einen eigenen Filter aus einem Bogen Sonnenfilterfolie zu basteln. Nur etwas Pappe, Lineal, Zirkel, Schere, Bleistift, Kleber und doppelseitiges Klebeband sind dafür nötig.
Zu diesem Zweck habe ich 3,5 cm breite Pappstreifen ausgeschnitten und überlappend um die Taukappe des Teleskops geklebt, bis ein rund 0,5 cm dicker und stabiler Ring entsteht. Der Ring darf dabei nicht zu straff sitzen, damit man den Filter nachher wieder leicht rauf und runter schieben kann. Anschließend werden zwei Kreise aus Pappe im Durchmesser des Rings zugeschnitten. Beide Kartons enthalten zentrisch ein gleichgroßes rundes Loch - die der freien Öffnung des Teleskops entspricht. Diese dienen als Fassung für die Filterfolie. Auf der Innenseite wird gleichmäßig doppelseitiges Klebeband geklebt und einer der Ringe auf die Folie gelegt. Danach klebt man den zweiten Ring von oben auf die Folie, so dass diese nun sauber gefasst ist. Anschließend wird dieses Teil auf den Tubusring verklebt.



Wichtige Utensilien und weiteres Zubehör


Okularseitiges Zubehör

ZubehörFür den TS Apo Refraktor besitze ich einen hochwertigen 2 Zoll Zenitspiegel von TS-Optics mit Quarz-Spiegelträger, 99% Reflexivität, maximaler Ausleuchtung und dieelektrischer Vergütung. Die Spiegeloberfläche ist hochgenau (ca. 1/12 Lambda), so dass ich den Apo optisch voll ausnutzen kann und keine Qualitätseinbußen hinnehmen muss. Okularseitig besitzt der Zenitspiegel noch jeweils eine 2 und 1,25 Zoll Ringklemmung.
Zum Klemmen der Okulare besorgte ich mir schon vor einigen Jahren den Baader ClickLock. Damit ist es möglich, die Okulare verkippungfrei mit einem Rutsch zu klemmen. Der Adapter besitzt an der Unterseite auch einen 2 Zoll Gewindeanschluss, um zum Beispiel Nebelfilter adaptieren zu können. Den ClickLock setze ich an allen Spiegelteleskopen ein.

Sucher & Finder

SucherFür mein Meade LXD55 10" SN besitze ich zum regulären 6x30 Sucher (der mittlerweile durch einen GSO 6x30 Sucher ausgetauscht wurde) auch noch einen optisch deutlich hochwertigen TS 8x50 Winkelsucher. Er wird auf eine der Rohrschellen montiert und dient vorrangig zum Starhopping. Der Sucher kann auch auf das Dobson-Teleskop montiert werden und ist vom Einblick deutlich bequemer als der Originalsucher.
Um besser Peilen zu können, habe ich mir im Jahr 2008 noch einen Rigel Quickfinder besorgt, der deutlich leichter und nicht so tauanfällig als ein Telrad ist. Auf einer Glasscheibe werden zwei rote Ringe projiziert, wobei der äußere Ring ungefähr dem Gesichtsfeld eines 8x50 Suchers entspricht. Zusätzlich zum Kauf erhielt ich zwei Basen, so dass ich den Quickfinder auf meinem 8" Dobson und auf dem Schmidt-Newton adaptieren kann.

Justage

JustageNewton-Teleskope müssen regelmäßig justiert werden, um das volle Potential des Teleskops ausspielen zu können. Besonders beim Transport zum Beobachtungsstandort wird evtl. eine kleine Justage des Hauptspiegels fällig, die bei mir allerdings nur einige Minuten dauert.
Unten ist ein Chesire erkennbar, mit dessen Hilfe man auch den Fangspiegel des Newton korrekt zum Okularauszug ausrichten kann, was mit Hilfe des Justierlasers nicht möglich ist. In der Regel lässt sich damit sehr präzise ein Newton justieren. In der Dunkelheit ist es aber besser, einen Laser zu verwenden. Den oberen Laser verwende ich vorrangig zur Justage meines Dobsons, der durch die große Auflagefläche und aufgrund seiner Länge sehr gut im Okularauszug fixiert werden kann, ohne ihn zu verkippen. In der Mitte befindet sich ein Laser mit Schrägeinblick, den ich für den Schmidt-Newton verwende. Auf der Seite pteng.de steht eine sehr gute Justieranleitung für Newton-Teleskope.

Reinigung

Reinigung Zur Reinigung meiner Okulare verwende ich verschiedene Utensilien. Ein starker Blasebalg entfernt kontaktlos vor allem lockeren Staub auf den Linsen. Etwas anhaftender Staub kann dann mit dem Pinsel eines Lenspens gut entfernt werden. Fett von Wimpern, Fingerabdrücke und vor allem etwas gröberer Schmutz, der nicht mit dem Blasebalg oder Pinsel entfernt werden kann, wird mit einem sauberen Microfasertuch und einer Mischung aus Isopropanol und Spülmittel bzw. Baader Optical Wonder beseitigt.
Den Lenspen gibt es übrigens in verschiedenen Ausführungen. Zur Not eignet sich auch das Filzpad des Lenspen für die Reinigung der augenseitigen Linse am Okular sehr gut. Allerdings muss peinlichst darauf geachtet werden, dass keinerlei Sandkörner auf der Linse sind.

Lampen

Lampen Um die Dunkeladaption der Augen nicht zu gefährden, sollte man grundsätzlich rotes Licht bei der Beobachtung verwenden. Besonders bei Teleskoptreffen ist weißes Licht nicht gern gesehen und führt zum Platzverweis.
Die blaue Bahnerlampe, die ich mal von Uwe geschenkt bekommen habe, besitzt schon eine rote Folie, die vorgeschoben werden kann. Sie dient vorrangig als Kofferlicht. Die schwarze Mini-Maglite habe ich damals im Laden schon mit einem zusätzlichen Rotfilter erworben. Dagegen ist die rote LED-Beobachterlampe vom Stromverbrauch her besonders sparsam und vor allem stufenlos dimmbar. Insgesamt besitze ich zwei LED-Kopflampe, die unter anderem während des Auf- und Abbaus und zur Beobachtung am Fernrohr benutzt werden.

Beobachtungsliteratur

LiteraturDraußen auf dem Feld kommt man nicht ohne die passende astronomische Literatur aus. Zum einen ist das der "Karkoschka" (Atlas für Himmelsbeobachter), der Aufsuchkarten zu den 250 hellsten Deep Sky-Objekten des Himemls enthält. Als Anregung für neue Beobachtungsziele benutze ich außerdem noch den "Pocket Sky Atlas", der vom Aufbau ähnliche Karten wie der "Sky Atlas 2000.0" enthält aber deutlich bequemer zu handhaben ist. Für die Mondbeobachtung hat sich der "Kleine Mondatlas" aus dem Oculum Verlag etabliert.
Seit einiger Zeit drucke ich mir keine Aufsuchkarten mehr aus. Als Ersatz für die Karten dient mein alter Palm Tungsten E2. Darauf sind das "Palm Planetarium" und "Astromist" installiert, die Sterne bis 12 mag darstellen könne und sich demzufolge auch für das Starhopping eignen. Um das ziemlich helle Display zu dimmen und die Dunkeladaption nicht zu gefährden, nutze ich die kostenlose Palm-Software "BrightFX" und "2Red".

Sky Quality Meter (SQM-L)

Um die Qualität des Nachthimmels abschätzen objektiv zu können, bin ich seit SQMAugust 2010 stolzer Besitzer eines Sky-Quality-Meters von Unitron. Bei der Verwendung misst ein lichtempfindlicher Sensor die Helligkeit des Himmelshintergrundes. Zusätzlich besitzt das SQM-L eine Linse, um damit einen enger und deutlich begrenzteren Raumwinkel abzudecken. Somit wird ein genauerer Wert ermitteln, als bei einem SQM ohne Linse. Der ermittelte Wert wird in Magnituden pro Quadratbogensekunden angegeben und lässt, fern von subjektiven Einflüssen des Beobachters, Rückschlüsse auf die Qualität des Nachthimmels am Beobachtungsstandort zu. Damit lässt sich auch sehr leicht die fortschreitende Lichtverschmutzung am Standort dokumentieren.


AstroTrac TT320X-AG Nachführplattform



AstroTrac

Die AstroTrac TT320X-AG auf einem Triton FQT Stativ und Triton PH29 Kugelkopf


Koffer In Zukunft werde ich mich vermehrt mit Astrofotografie beschäftigen und bin deshalb seit August 2012 stolzer Besitzer einer AstroTrac TT320X-AG. Ab sofort kann ich mit meiner im Juli 2012 für die Astrofotografie modifizierten Canon EOS 1000Da ganz leicht nachgeführte Sternfeldaufnahmen des Nachthimmels anfertigen. Dazu wird die AstroTrac auf ein stabiles Stativ mit Neigekopf montiert und die Höhenachse des Neigekopfes auf den Himmelspol ausgerichtet. Zur Einnordung dient ein beleuchteter Polsucher mit Strichplatte, der mit Neodym-Magnete an der AstroTrac befestigt werden kann. Auf der Montierung selber wird noch ein Kugelkopf und die Kamera montiert. Um alles dabei zu haben und die Gerätschaften vernünftig transportieren zu können, dient mein alter Beobachterkoffer als Schutz für die AstroTrac. Meine Canon EOS 600D (full spectrum modifiziert) sowie meine erst im März 2016 erworbene Canon EOS 6D wird ebenfalls regelmäßig zur Astrofotografie mit verschiedenen Festbrennweiten eingesetzt. Vor allem die Astrofotografie sehr gut geeigneten Objektive Canon EF 200 mm f/2.8L USM, Samyang 135 mm f/2 sowie das Canon EF 50 mm f/1.8 STM kommen hier regelmäßig zu Einsatz.


Skywatcher Star Adventurer Reisemontierung



Staradventurer

Die Skywatcher Star Adventurer Reisemontierung


Koffer Um die seltenen klaren Nächte in Deutschland ausgiebig zu nutzen, bin ich seit Mai 2016 stolzer Besitzer einer Skywatcher Star Adventurer Reisemontierung. Als stabile Basis für die Montierung, dient mein Berlebach Fotostativ, dass ich ebenfalls Anfang 2016 käuflich erworben habe. Im Set enthalten ist die obligatorische Polhöhenwiege sowie ein L-Winkel und eine Gegengewichtsstange mit passendem Gegengewicht. Alle Einzelteile passen in eine kleinen Alukoffer. Auch kleinere Refraktoren kann die Montierung problemlos tragen. Im Gegensatz zur Astrotrac, führt die Montierung unbegrenzt nach und schlägt nicht nach 2 Stunden Betrieb an, so dass hier die Zeit, um das Motiv zu belichten, noch besser genutzt werden kann. Außerdem war der Polsucher, im Gegensatz zu meiner Astrotrac, schon von Werk aus sehr gut justiert. Die Sromversorgung wird durch 4x AA Batterien bzw. durch eine Akkubank für Handys gewährleistet. Leider ist das Gesamtset vom Gewicht her deutlich schwerer als die Astrotrac, so dass ich für Namibiareisen doch wieder auf die alt bewährte Nachführplattform zurückgreifen musste.


Beobachter- und Okularkoffer



Beobachterkoffer
Beobachterkoffer Okularkoffer
Bilora Beobachterkoffer mit Astrozubehör
Meade Okularkoffer


Ich besitze drei recht unterschiedliche Teleskope, so dass ich in der Vergangenheit das Zubehör auf drei verschiedene Behältnisse verteilt habe. Der Vorteil war, dass ich zum Beispiel den Autostar und die Kabel für das LXD55 bei einer Beobachtung zu Hause lassen konnte, da diese für die Beobachtung mit dem 8 Zoll GSO Dobson nicht notwendig waren. Man ersparte sich auch unnötige Schlepperei.
Nach langer Zeit habe ich nun endlich den idealen Beobachterkoffer gefunden, in das ich alle Utensilien platzsparend unterbringen kann. Die Wahl viel dabei auf den Bilora 549 Luxus Alu-Koffer Digital B II, den ich beim großen Fluss für knapp 42 EUR käuflich erwarb. Der Vorteil des vollständig aus Aluminium bestehenden Koffers mit Schaumstofffüllung besteht aus seiner doppelstöckigen Ausführung. Okulare, Filter und weiteres Zubehör finden in den ausklappbaren "Flügeln" platz. Darunter werden Werkzeug zur Justage, Kabel, Sucher, Taschenlampen, Bücher und ähnliche Dinge verstaut. Der Koffer wiegt nun zwar einige Kilogramm mehr, allerdings habe ich jetzt auch mehr Platz im Kofferraum und muss gegebenenfalls weniger Einzelteile vom 3. Stock ins Auto und wieder nach oben schleppen. Trotz alledem besitze ich noch den original Okularkoffer von Meade, der immer noch seine Daseinsberechtigung hat und wo alle 1 1/4 Zoll Okulare Platz finden.
Bei der Beobachtung mit dem Bresser-Skylux reicht zumeist auch meine kleine Werkzeugkiste, die auch als Hilfskoffer für weiteren Kleinkram während der Beobachtung mit meinen größeren Instrumenten dienen kann.




Formelsammlung


Berechnung verschiedener Teleskop-Parameter

  • Öffnungsverhältnis des Teleskops f
Brennweite: F (in mm)
Objektivdurchmesser: d (in mm)

f=F/d
  • Vergrößerung V
Brennweite (Teleskop): F (in mm)
Brennweite (Okulars): f (in mm)

V=F/f
  • Austrittspupille Ap (in mm)
Objektivdurchmesser: d (in mm)
Vergrößerung: V

Ap=d/V
  • tatsächliches Gesichtsfeld des Okulars TG (in °)
scheinbares Gesichtsfeld (Okular): SG (in °)
Vergrößerung: V

TG=SG/V
  • Auflösungsvermögen des Teleskops A (in ")
Objektivdurchmesser: d (in cm)
13,8" [Rayleigh] / 11,5" [Sparrows]

A=13,8"/d [R] oder A=11,5"/d [S]
  • Maximalbrennweite des Okulars fmax (in mm)
Brennweite (Teleskop): F (in mm)
Mindestvergrößerung: Vmin

fmax=F/Vmin
  • Mindestvergrößerung Vmin
Objektivdurchmesser: d (in mm)
Durchmesser (Austrittspupille): Ap (in mm)

Vmin=d/Ap

(Je nach Lebensalter verändert sich die Größe der Augenpupille. Ein typischer Durchschnittswert ist 6 bis 7mm....)
  • Maximalvergrößerung Vmax
Objektivdurchmesser: d (in mm)

in der Regel: Vmax = 2*d

(Die Maximalvergrößerung hängt entscheidend vom Seeing und von der optischen Qualität des Teleskops ab.)
  • wahres Gesichtsfeld (Fernglas) WG (in °)
Sehfeld des Fernglases (in m auf 1000m): SF (in m)
17,45m ~ 1°

WG = SF/17,45m
  • Dämmerungszahl (Fernglas) D
Objektivdurchmesser: d (in mm)
Vergrößerung: V

D = SQRT(V*d)
  • Lichtstärke (Fernglas) L
Objektivdurchmesser: d (in mm)
Vergrößerung: V

L = (d/V)^2