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TeleskopeFerngläserOkulare & FilterUtensilien & ZubehörFormelsammlung



UweMario


Hotties Sternwarte

Die Privatsternwarte mit Schiebedach meines langjährigen Astrokollegen Horst Lindberg aus Lübben.
Die Schutzhütte, Montierung und das Teleskop (11") hat er noch zu DDR-Zeiten selbst gebaut!


Teleskope



Meade LXD55 10 Zoll Schmidt-Newton
Durchmesser 254 mm LXD55
Brennweite 1016 mm (f/4)
Montierung Meade LXD55 parallaktische Montierung mit Autostar auf Berlebach-Stativ
Grenzgröße 14,7 mag
Auflösung 0,47"
sinnvolle Vergrößerung 40x bis 500x
Mit diesem Teleskop beobachte ich eher selten, da der Aufwand für den Aufbau und das Einnorden der Montierung doch relativ groß ist. Durch sein geringes Öffnungsverhältnis ist es sehr lichtstark und deshalb gut für Deep Sky geeignet.
Den Original Meade 6x30 Sucher musste ich aber austauschen, weil mir das Fadenkreuz beim 7. HTT auf mysteriöse Weise abhanden gekommen ist. Wenn das Go-To mal wieder Probleme macht, habe ich zusätzlich noch eine Basisplatte für einen Rigel Quickfinder montiert. Des Weiteren setze ich an den Rohrschellen noch einen 8x50 Winkelsucher von TS ein, der überwiegend dem Starhopping dient. Die Optik des Schmidt-Newton ist überraschend gut. Mein Traum ist allerdings, den 10 Zöller auf einer EQ-6 Sky Scan Pro zu betreiben und den zum Teil recht wackeligen Okularauszug durch einen 2 Zoll Crayfordauszug mit Untersetzung zu tauschen.


GSO 8 Zoll Dobson (Newton Reflektor)
Durchmesser 200 mm Dobson
Brennweite 1200 mm (f/6)
Montierung Dobson Alt/Az mit Rollenlager
Grenzgröße 14,2 mag
Auflösung 0,59"
sinnvolle Vergrößerung 30x bis 400x
Am häufigsten beobachte ich mit dem 8 Zöller, der mein Arbeitspferd schlechthin ist. Es ist innerhalb einer Minute aufgebaut und einsatzbereit. Das Teleskop besitzt einen 2 Zoll Crayford-Auszug und eine Spiegellüftung, um die Optik auf dem schnellsten Wege auskühlen zu lassen. Die Spiegellüftung setze ich aber nur bedingt ein, da ich das Teleskop vor der Beobachtung genügend lange auskühlen lasse. Bei schwerem Zubehör muss ich aber Aquarienmagnete als Gegengewicht benutzen. Die Optik des Teleskops ist sehr gut und es konnte seine Stärken schon an so manchem Planeten und Deep-Sky Objekt beweisen! Zusätzlich habe ich es mit einem Rigel Quickfinder ausgestattet, zum schnelleren Auffinden der Objekte.


Bresser Skylux 70 (Refraktor)
Durchmesser 70 mm Lidlscope
Brennweite 700 mm (f/10)
Montierung parallaktische Montierung mit Aluminiumrohr Stativ
Grenzgröße 11,9 mag
Auflösung 1,71"
sinnvolle Vergrößerung 10x bis 120x
Mit dem Lidl-Refraktor sind schon alle Objekte des Messierkatalogs und die hellsten Objekte aus dem NGC/IC-Katalog erreichbar. Wenn es mal schnell gehen soll, ist es meiner Meinung nach das optimale Fernrohr, da es sehr schnell auf- und wieder abgebaut ist. Häufig verwende ich meinen Lidl für helle Kometen, Planeten sowie für die Mond- und neuerdings auch für die Sonnenbeobachtung. 


Ferngläser



Fujinon

Mein bestes Fernglas: Das Fujinon 10x70 FMT-SX

Hochwertige Ferngläser für die astronomische Beobachtung


Fujinon 10x70 FMT-SX
Sehfeld / wahres GF 93 m / 1000 m ~ 5,3° Fujinon 10x70
Öffnung / Vergrößerung 70 mm / 10x
Austrittspupille 7 mm
Dämmerungszahl 26,46
Lichtstärke 49
Das Schmuckstück meiner Fernglas Sammlung: Das Fujinon 10x70 FMT-SX Astrofernglas. Mit 70 mm freier Öffnung fängt Deep Sky-Beobachtung an. Durch die hohe Lichtstärke und das große Gesichtsfeld ist es einfach ein Traum Sternwolken der Miclhstraße, Sternhaufen, Galaxien und Nebel zu beobachten.  Die Abbildung sucht in diesem Preissegment seines gleichen. Die Sterne sind bis zum Rand knackscharf. Es gibt keinerlei Verzeichnung oder Farbfehler. Eine wirklich lohnende Investition zum Preis von zwei 8 Zoll Dobsons! Einfach ein Fernglas fürs Leben. Durch den großen Augenabstand von 23 mm ist es außerdem noch uneingeschränkt für Brillenträger geeignet. Mit knapp 2 kg Eigengewicht muss es aber auf ein Stativ montiert werden. 


Fujinon Mariner 7x50 WP-XL
Sehfeld / wahres GF 131 m / 1000 m ~ 7,1° Fujinon Mariner 7x50
Öffnung / Vergrößerung 50 mm / 7x
Austrittspupille 7,1 mm
Dämmerungszahl 18,71
Lichtstärke 51
Das Fujinon Marineglas ist von der Schärfe und Transmission her mein zweitbestes Fernglas im Sortiment. Durch seine hohe Lichtstärke und seiner 7 mm großen Austrittspupille kann es aber nur an dunklen Standorten eingesetzt werden, da sonst der Hintergrund schon zu hell wird. Das Fernglas zeigt die Sterne nahezu scharf bis zum Rand. Es besitzt, wie das große Astrofernglas, der selben Marke eine Okular Einzelfokussierung.
Durch sein geringes Gewicht von 885 g liegt es gut in der Hand und ist prädestiniert freihändiges Beobachten ohne Stativ. Es ist wasserdicht und sogar schwimmfähig. Außerdem verhindert die Stickstofffüllung das innere Beschlagen der Linsen in besonders kalten Winternächten.


Zeiss Dekarem 10x50
Sehfeld / wahres GF 128 m / 1000 m ~ 7,3° Zeiss Dekarem 10x50
Öffnung / Vergrößerung 50 mm / 10x
Austrittspupille 5 mm
Dämmerungszahl 22,36
Lichtstärke 25
Das Zeiss Dekarem 10x50 ist ein Erbstück und besonders gut für Deep Sky geeignet. Carl-Zeiss Jena hat zu DDR-Zeiten wirklich sehr gute Ferngläser gebaut.
Dieses Fernglas zeigt mir, im Vergleich zu meinen anderen preisgünstigen Feldstechern, Deep Sky-Objekte besonders kontrastreich. Des Weiteren besitzt es ein besonders großes Gesichtsfeld und ist hervorragend dafür geeignet, die Objekte der Milchstraße, vor allem Sternhaufen, helle Nebel und Dunkelwolken, zu erforschen.

"Billig-Ferngläser"


Revue 9x63 Dachkant
Sehfeld / wahres GF 105 m / 1000 m ~ 6,0° Revue 9x63
Öffnung / Vergrößerung 63 mm / 9x
Austrittspupille 7 mm
Dämmerungszahl 23,81
Lichtstärke 49
Durch den großen Objektivdurchmesser sind schon fast alle Objekte des Messier-Katalogs erreichbar. Ich benutzte es aber vorwiegend für die Beobachtung heller Kometen, Galaxien und für die Durchmusterung der Milchstraße. Diese Aufgabe übernimmt nun das 10x70 Fujinon. Auf Grund seiner Größe und seines Gewichtes beobachtet man am besten mit Stativ. Es ist aber noch gut freihändig zu verwenden. Leider sind die Dachkantprismen des Fernglases nicht vergütet, so dass es unschöne Reflexe an hellen Sternen, Planeten und besonders am Mond verursacht. Trotz dieser Schwäche ist meine beste Zeichnungen des Kometen Hale-Bopp 1997 mit diesem Gerät entstanden. Nun ist es mein immer-dabei-Fernglas im Auto. 


Bresser 10x50 (Lidl-Ausführung)
Sehfeld / wahres GF 114 m / 1000 m ~ 6,5° Bresser 10x50
Öffnung / Vergrößerung 50 mm / 10x
Austrittspupille 5 mm
Dämmerungszahl 22,36
Lichtstärke 25
Dank des sehr großen Augenabstandes, der individuell einstellbaren Augenmuscheln und der großen Okulare, kann ich sogar ohne Probleme mit Brille beobachten. Für knapp 20 Euro besitzte es eine überraschend gute optische Leistung. Besonders die Schärfe ist in diesem Preissegment hervorragend. Obendrein ist es noch leicht und durch die Gummierung recht griffig. Nachteilig sind die mitunter unschönen Reflexe, besonders bei Streulicht, die aber an unserem dunklen Landhimmel kaum auffallen. Für ein immer-dabei-Fernglas während der Beobachtung erfüllt es auf jeden Fall seinen Zweck.


Okulare und Filter



Okulare
Okulare
Typ Brennweite in mm Gesichtsfeld in °
TS Plössl 40 (1,25") 40 42
TS Super Plössl 12 (1,25") 12 52
TS SWM 9 (1,25") 9 66
TS WA 32 (2") 32 67
TS RK 26 (2") 26 55
Celestron SMA 25 WA (1,25") 25 50
Baader Hyperion 17 (1,25") 17 68
Meade Super Plössl 40 (1,25") 40 44
Meade Super Plössl 32 (1,25") 32 52
Meade Super Plössl 26 (1,25") 26 52
Meade Super Plössl 20 (1,25") 20 52
Meade Super Plössl 15 (1,25") 15 52
Meade Super Plössl 12.4 (1,25") 12,4 52
Meade Super Plössl 9.7 (1,25") 9,7 52
Meade Super Plössl 6.4 (1,25") 6,4 52


Barlow Ohne Okulare ist eine Beobachtung mit dem Teleskop natürlich nicht möglich. Meine Meade Super Plössls sind eigentlich Allroundokulare und fast an jedem Teleskop gut einsetzbar. Beim Kauf meines LXD55 habe ich die Okulare, mitsamt Koffer, günstig erstanden.
Am häufigsten benutze ich die Meade Plössls an meinem Schmidt-Newton. Davon sind die Okulare mit den Brennweiten 32 mm, 26 mm und 20 mm am häufigsten im Gebrauch.
Mit dem Meade Plössl 40mm besitze ich noch ein weiteres Plössl von TS mit derselben Brennweite. Dieses war mein erstes 1 1/4 Zoll Okular und ich benutzte es ziemlich häufig an meinem alten f/6 Kaufhaus-Newton (welches selber nur 1 Zöller als Lieferumfang besaß). Jetzt benutze ich es eher selten (vorrangig am Lidl), obwohl ich der Meinung bin, dass das TS von der Abbildung sogar noch etwas besser ist als das von Meade.
Das 12 mm Super Plössl von TS bekam ich mit meinem 8 Zoll Dobson dazu und habe es bis zur meiner Anschaffung des 9 mm TS SWA sehr oft benutzt.
Die zwei Zoll Okulare in meinem Sortiment benutze ich nur an meinem 8" Dobson. Das TS WA 32mm mit 67° Gesichtsfeld ist dabei das Aufsuchokular schlechthin und natürlich die erste Wahl für ausgedehnte Nebel und Sternhaufen. Es war im Lieferumfang meines 8 Zöllers dabei. Das 25 mm Kellner (2") ist übrigens auch sehr gut für Deep-Sky geeignet, weil es nahezu farbrein ist. An Sternhaufen und großen Galaxien macht es sich besonders gut.
Das 25 mm Celestron SMA ist ein Okular vom Typ Kellner und das Standardokular für meinen Lidl. Ich benutze es aber auch sehr gern für den Schmidt-Newton, besonders auf Teleskoptreffen. Ich habe das Okular zusätzlich mit einer umklappbaren Gummiaugenmuschel ausgestattet.
Mein neustes Okular im Sortiment ist das 9 mm TS WA. Dank des großen Gesichtsfeldes und der geringen Brennweite, ist es ein sehr schönes Deep Sky Okular für hohe Vergrößerungen. Auch an Planeten macht es sich sehr gut.
Mein absolutes Lieblingsokular ist aber das 17 mm Baader Hyperion und auch an meinem Schmidt-Newton gut einsetzbar. Für kleinere Sternhaufen und Galaxien, sowie große Planetarische Nebel ist es besonders gut geeignet.
Eine Barlowlinse (Meade 1 1/4 Zoll 2fach) darf in meinem Sortiment natürlich auch nicht fehlen und ersetzt so manches kurbrennweitige Plössl.


Nebelfilter für Diffuse und Planetarische Nebel


Astronomik UHC (1.25") Astronomik O-III (1.25") TS O-III (2")
Astronomik UHC Astronomik O3 TS O3


Obwohl ich an einem sehr dunklen Standort mit durschschnittlich 6,6 mag Grenzgröße beobachte, sind Nebelfilter in meinem Okularkoffer nicht mehr wegzudenken. Die Kontraststeigerung bei Emissions- und Planetarischen Nebeln ist enorm. Bei leicht oder stark lichtverschmutzten Himmel, entscheidet ein Nebelfilter oft über Erfolg oder Misserfolg einer Nebelbeobachtung.
Ein Aha-Erlebnis ist sicherlich, wenn man zum ersten mal den Cirrus-Nebel im Schwan, den Überrest einer Supernovaexplosion vor 10.000 Jahren, beobachtet: Schon an einem dunklen Standort ist dieses Objekt (auch ohne Filter) im Teleskop erkennbar. Wohnt man allerdings in bzw. am Rande einer Stadt, ertrinkt der Nebel im Streulicht. Ein Nebelfilter filtert hier nun die "schädlichen" Emissionslinien der Straßen- und Umgebungsbeleuchtung heraus und lässt nur die Linien passieren, in denen die Objekte bevorzugt strahlen. Durch die damit verbundene Kontraststeigerung, erscheint erst jetzt das Objekt im Okular!
UHC Filter sind eigentlich Allrounder für H-II Regionen und Planetarische Nebel und dunkeln den Himmelshintergrund nicht so stark ab wie ein O-III Filter. Außerdem lässt es noch die H-Alpha (656 nm) und H-Beta Strahlung (486 nm) der Emissionsnebel passieren. Besonders für kleinere (z.B. bei meinem Lidl-Scope) und mittelgroßen Teleskopöffnungen (8 Zoll Dobson) ist der Filter sehr gut geeignet.
O-III Filter gehören wie die UHC ebenfalls zur Klasse der Schmalbandfilter. Sie lassen nur das Licht der O-III Linie (496 nm und 501 nm) passieren und sind deshalb besonders für Planetarische Nebel und Supernovaüberreste geeignet, die dieses Licht bevorzugt emittieren. Auch an einigen H-II Regionen, lässt sich der Filter erfolgreich einsetzen. Durch die hohe Filterwirkung werden die Strukturen der Nebel noch deutlicher herausgebildet als beim UHC. Ab einer Teleskopöffnung von 6 Zoll, sind diese Filter sehr gut geeignet.
Nebelfilter zeigen allerdings bei Reflexionsnebel, Galaxien und Sternhaufen keinerlei Kontraststeigerung und beeinträchtigen in diesem Fall eher die Beobachtung. In diesem Fall wäre z.B. ein Breitbandfilter bzw. ein dunklerer Standort erforderlich.


Farbfilter für Planeten


Oft erscheint der Mond viel zu hell im Teleskop. Man kann deshalb sehr gut einen Mondfilter verwenden. Wenn man das Flaschengrün des Mondes nicht mehr ertragen kann, kann man auf einen Grau- bzw. Polarisationsfilter zurückgreifen.
Die Farbfilter steigern den Kontrast an Planeten. Je nach Farbe des Filters und Teleskopöffnung werden Oberflächenmerkmale wie Albedostrukturen auf dem Mars oder atmosphärische Erscheinungen bei Gasplaneten im Kontrast erhöht und auffälliger erkennbar.


Farbfilter
Gelb Kontrastanhebung am Mond und Oberflächendetails und Wolken am Mars, Atmosphärenstrukturen am Jupiter z.B. GRF, gut geeignet für Doppelsternbeobachtung am Refraktor
Rot hoher Kontrast am Mond, Beobachtung der Mars Polkappen, für Venusbeobachtungen am Tag
Blau Kontrastverstärkung in den Bändern von Jupiter und Saturn, Oberflächendetails am Mars, dunklere Wolken in der Venusatmosphäre, Kontrastverstärkung am Mond, Kontrastfilter für den Gasschweif der Kometen
Grün universeller Kontrastfilter - starke Kontraststeigerung beim Mond, sehr guter Filter für den GRF, Kontrastanhebung bei rötlichen Strukturen des Jupiter und weiße Flecken in der Saturnatmosphäre
Grau farbneutralen Helligkeitsdämpfung, Steigerung des Kontrastes
Mondfilter Helligkeitsdämpfung und geringe Kontraststeigerung beim Mond


Sonnenfilter


Sonnenfilter Um die Sonne gefahrlos beobachten zu können, benötigt man einen geeigneten Sonnenfilter, den man vor das Objektiv des Teleskops befestigen kann. Im astronomischen Fachhandel gibt es dafür passende Glassonnenfilter oder gefasste Filter aus Baader-Sonnenfilterfolie, die aber entsprechend Geld kosten. Am billigsten ist es aber, sich einen eigenen Filter aus einem Bogen Sonnenfilterfolie zu basteln. Nur etwas Pappe, Lineal, Zirkel, Schere, Bleistift, Kleber und doppelseitiges Klebeband sind dafür nötig.

Zu diesem Zweck habe ich 3,5 cm breite Pappstreifen ausgeschnitten und überlappend um die Taukappe des Teleskops geklebt, bis ein rund 0,5 cm dicker und stabiler Ring entsteht. Der Ring darf dabei nicht zu straff sitzen, damit man den Filter nachher wieder leicht rauf und runter schieben kann. Anschließend werden zwei Kreise aus Pappe im Durchmesser des Rings zugeschnitten. Beide Kartons enthalten zentrisch ein gleichgroßes rundes Loch - die der freien Öffnung des Teleskops entspricht. Diese dienen als Fassung für die Filterfolie. Auf der Innenseite wird gleichmäßig doppelseitiges Klebeband geklebt und einer der Ringe auf die Folie gelegt. Danach klebt man den zweiten Ring von oben auf die Folie, so dass diese nun sauber gefasst ist. Anschließend wird dieses Teil auf den Tubusring verklebt.

Wichtige Utensilien und weiteres Zubehör


Sucher & Finder

SucherFür mein Meade LXD55 10" SN besitze ich zum regulären 6x30 Sucher (der mittlerweile durch einen GSO 6x30 Sucher ausgetauscht wurde) auch noch einen optisch deutlich hochwertigen TS 8x50 Winkelsucher. Er wird auf eine der Rohrschellen montiert und dient vorrangig zum Starhopping.

Um besser Peilen zu können, habe ich mir im Jahr 2008 noch einen Rigel Quickfinder besorgt, der deutlich leichter und nicht so tauanfällig als ein Telrad ist. Auf einer Glasscheibe werden zwei rote Ringe projiziert, wobei der äußere Ring ungefähr dem Gesichtsfeld eines 8x50 Suchers entspricht. Zusätzlich zum Kauf erhielt ich zwei Basen, so dass ich den Quickfinder auf meinem 8" Dobson und auf dem Schmidt-Newton adaptieren kann.

Justage

JustageNewton-Teleskope müssen regelmäßig justiert werden, um das volle Potential des Teleskops ausspielen zu können. Besonders beim Transport zum Beobachtungsstandort wird evtl. eine kleine Justage des Hauptspiegels fällig, die bei mir allerdings nur einige Minuten dauert.

Unten ist ein Chesire erkennbar, mit dessen Hilfe man auch den Fangspiegel des Newton korrekt zum Okularauszug ausrichten kann, was mit Hilfe des Justierlasers nicht möglich ist. In der Regel lässt sich damit sehr präzise ein Newton justieren. In der Dunkelheit ist es aber besser, einen Laser zu verwenden. Den oberen Laser verwende ich vorrangig zur Justage meines Dobsons, der durch die große Auflagefläche und aufgrund seiner Länge sehr gut im Okularauszug fixiert werden kann, ohne ihn zu verkippen. In der Mitte befindet sich ein Laser mit Schrägeinblick, den ich für den Schmidt-Newton verwende.

Mehr zur Justage von Newton-Teleskopen auf den Internetseiten von Pteng und Uwe Pilz...

Reinigung

ReinigungZur Reinigung meiner Okulare verwende ich verschiedene Utensilien. Ein starker Blasebalg entfernt kontaktlos vor allem lockeren Staub auf den Linsen. Etwas anhaftender Staub kann dann mit dem Pinsel eines Lenspens gut entfernt werden. Fett von Wimpern, Fingerabdrücke und vor allem etwas gröberer Schmutz, der nicht mit dem Blasebalg oder Pinsel entfernt werden kann, wird mit einem sauberen Microfasertuch und Isopropanol bzw. Baader Optical Wonder beseitigt.

Den Lenspen gibt es übrigens in verschiedenen Ausführungen. Zur Not eignet sich auch das Filzpad des Lenspen für die Reinigung der augenseitigen Linse am Okular sehr gut.

Lampen

LampenUm die Dunkeladaption der Augen nicht zu gefährden, sollte man grundsätzlich rotes Licht bei der Beobachtung verwenden. Besonders bei Teleskoptreffen ist weißes Licht nicht gern gesehen.

Die blaue Bahnlampe, die ich mal von Uwe geschenkt bekommen habe, besitzt schon eine rote Folie, die vorgeschoben werden kann. Sie dient vorrangig als Kofferlicht. Die schwarze Mini-Maglite habe ich im Laden schon mit einem zusätzlichen Rotfilter erworben. Die rote LED-Beobachterlampe ist vom Stromverbrauch her besonders sparsam und vor allem dimmbar. Die rote LED-Kopflampe benutze ich unter anderem während des Auf- und Abbaus.

Beobachtungsliteratur

Literatur Draußen auf dem Feld kommt man nicht ohne die passende astronomische Literatur aus. Zum einen ist das der "Karkoschka" (Atlas für Himmelsbeobachter), der Aufsuchkarten zu den 250 hellsten Deep Sky-Objekten des Himemls enthält. Als Anregung für neue Beobachtungsziele benutze ich außerdem noch den "Pocket Sky Atlas", der vom Aufbau ähnliche Karten wie der "Sky Atlas 2000.0" enthält aber deutlich bequemer zu handhaben ist. Für die Mondbeobachtung hat sich der "Kleine Mondatlas" etabliert.

Seit einiger Zeit drucke ich mir keine Aufsuchkarten mehr aus. Als Ersatz für die Karten dient mein alter Palm Tungsten E2. Darauf sind das "Palm Planetarium" und "Astromist" installiert, die Sterne bis 12 mag darstellen könne und sich demzufolge auch für das Starhopping eignen. Um das ziemlich helle Display zu dimmen und die Dunkeadaption nicht zu gefährden nutze ich die kostenlose Software "BrightFX" und "2Red".

Sky Quality Meter (SQM-L)

SQMUm die Qualität des Nachthimmels abschätzen zu können, bin ich seit neustem (August 2010) Besitzer eines Sky Quality Meters. Ein lichtempfindlicher Sensor misst dabei die Helligkeit des Himmelshintergrundes. Zusätzlich besitzt das SQM eine Linse, um damit einen enger begrenzten Raumwinkel abzudecken und einen genaueren Wert zu erhalten, als bei einem SQM ohne Linse. Der ermittelte Wert wird in Magnituden pro Quadratbogensekunden angegeben und lässt, fern von subjektiven Einflüssen des Beobachters, Rückschlüsse auf die Qualität des Nachthimmels zu. Damit lässt sich auch sehr leicht fortschreitende Lichtverschmutzung dokumentieren.


Weil ich drei recht unterschiedliche Teleskope besitze, habe ich mein Zubehör auch über drei verschiedene Behältnisse verteilt. Das ist deshalb von Vorteil, weil zum Beispiel der Autostar und die Kabel des LXD55 bei einer Beobachtung mit meinem 8 Zoll GSO Dobson nicht notwendig sind. Man erspart sich auch weniger Schlepperei, wenn jedes Teleskop seinen eigene Koffer besitzt. Aus diesem Grund ist eine Beobachtungsnacht mit dem LXD55 auch aufwändiger, weil einfach mehr Material transportiert werden muss - vom anschließenden Aufbau des Teleskop ganz zu schweigen. Das Ideale wäre sicherlich den ganzen Kram einfach in einen Koffer zu packen, ich habe allerdings noch nicht den passenden gefunden...
Für meinen Dobson habe ich deshalb einen extra Beobachterkoffer eingerichtet, der aus den Utensilien- und Okularkoffern individuell zusammengestellt werden muss. Hier ist also eine kleine Auflistung meiner Beobachterutensilien.


Utensilienkoffer Zubehörkoffer Okularkoffer
Utensilien Zubehör Okulare


Beobachtung mit dem LXD55 10 Zoll Schmidt Newton

Utensilienkoffer

- Aufsuchkarten, drehbare Mini-Sternkarte und Bücher (Karkoschka, Pocket Sky Atlas, Mondatlas)
- Autostar mit Verbindungskabel, Netzkabel (Power Station als externe Stromversorgung)
- Stromkabel und 12V Anschlusskabel für Taukappe
- Kompass, Diktiergerät, Palm Tungsten E2 mit Astronomiesoftware (Palm Planetarium, Astromist)
- Lasercollimator (ICS Lasercolli, Colli mit Schrägeinblick), Chesire
- Rigel Quickfinder
- Sky Quality Meter (SQM-L)
- Prismenschiene für DSLR
- Bahnlampe mit Rotlichtfilter, Mini MagLite (mit Rotfilter), rote LED-Beobachterlampe, rote LED-Stirnlampe,
  LED-Lenser
- Ersatzsicherung für Autostarkabel, 2 Ersatzbatterien (AA), 3x LR44 Ersatzknopfzellen (für Polsucher),
  1 x CR 2032 (für Rigel Quickfinder), 9 Volt Blockbatterie, Flachbatterie
- Werkzeug (Schraubendreher, Sechskantschlüssel)
- Schreib- und Zeichenutensilien, Klemmbrett, Beobachtungsprotokolle
- Hama Lenspen (2 Größen), Mikrofasertuch, Blasebalg
- Augenklappe

Zubehörkoffer

- 8x50 TS Winkelsucher
- Astronomik UHC + O-III Filter (1.25 Zoll)
- Farbfilter (Rot, Grün, Blau, Gelb, Grau), Mondfilter (1.25 Zoll)
- Meade 2x Barlowlinse
- Baader Hyperion 17mm
- Zenitspiegel (für Lidlscope als Platzhalter)

Okularkoffer

- Meade Super Plössl: 40mm, 32mm, 26mm, 20mm, 15mm, 12.4mm, 9.7mm, 6.4mm
- TS Super Plössl 12mm
- TS SWM 9mm
- Celestrom SMA 25mm

Außerdem werden zur Beobachtung mitgenommen:

- LXD55 Montierung, Berlebach Holzstativ
- Gegengewichtsstange & Gegengewichte, Rohrschellen & Prismenschiene, Schwingungsdämpfer (optional)
- Aluminium-Klapptisch (optional - zur Not machts auch der Kofferraum oder die Motorhaube )
- Beobachterstuhl (Bügelstuhl), kleiner Dreibeinhocker
- externe Stromversorgung (Powerstation) - das Batteriepack für den Autostar lass ich zu Hause
- flexible und beheizbare Taukappe für den Schmidt-Newton, Taukappe für den Sucher


Beobachtung mit dem 8 Zoll GSO Dobson


Beobachterkoffer

Beobachterkoffer

- 8x50 Sucher
- 2 Zoll Okulare: TS WA 32mm, TS RK 25mm
- 1.25 Zoll Okulare: Baader Hyperion 17mm, Meade Super Plössl 20mm, TS Super Plössl 12mm, TS SWA 9mm
- Meade 2x Barlowlinse
- Astronomik UHC + O-III Filter (1.25"), 2" TS O-III Filter
- Farbfilter (Rot, Grün, Blau, Gelb, Grau), Mondfilter
- Aufsuchkarten und Bücher (Atlas für Himmelsbeobachter [Karkoschka], Pocket Sky Atlas, Mondatlas)
- Mini MagLite (mit Rotfilter), rote LED-Beobachterlampe, LED-Lenser
- 2 Ersatzbatterien (AA), CR 2032 Ersatzbatterie, Schraubendreher
- Schreib- und Zeichenutensilien, Klemmbrett, Beobachtungsprotokolle
- Hama Lenspen (2 Größen), Mikrofasertuch
- Augenklappe

Hilfskoffer

(in diesem Fall kleiner Werkzeugkoffer, der auch für das Lidlscope Verwendung findet)

- Rigel Quickfinder
- Sky Quality Meter (SQM-L)
- ICS Lasercolli
- Diktiergerät
- Bahnlampe mit Rotlichtfilter, weiße/rote LED-Stirnlampe
- Aquarienmagnete
- Stromversorgung für Spiegellüftung
- Taukappe für 8x50 Sucher
- Blasebalg

Außerdem werden zur Beobachtung mitgenommen:

- Rockerbox
- Aluminium Klapptisch (optional)
- Beobachterstuhl
- Power Station, 12V Föhn (optional bei kalten und feuchten Nächten)
- Palm Tungsten E2 mit Atronomiesoftware


Beobachtung mit dem Bresser Skylux 70

Beobachterkoffer

(kleiner Werkzeugkoffer)

- Okulare: TS Plössl 40mm, Celestron SMA 25mm, Meade Super Plössl 20mm, TS Super Plössl 12mm, Meade
  Super Plössl 9.7mm
- Mondfilter (optional)
- Zenitspiegel
- Mini MagLite (mit Rotfilter), rote LED-Beobachterlampe, rote/weiße LED-Kopflampe
- Sky Quality Meter (SQM-L)
- Atlas für Himmelsbeobachter
- Schreib und Zeichenutensilien, Klemmbrett und Beobachtungsprotokolle

Außerdem werden zur Beobachtung mitgenommen:

- Montierung inklusive Aluminiumstativ
- Mini-Klapptisch
- Beobachterstuhl
- Palm Tungsten E2 mit Astronomiesoftware

Formelsammlung


zur Berechnung verschiedener Teleskop-Parameter


  • Öffnungsverhältnis des Teleskops f
Brennweite: F (in mm)
Objektivdurchmesser: d (in mm)

f=F/d
  • Vergrößerung V
Brennweite (Teleskop): F (in mm)
Brennweite (Okulars): f (in mm)

V=F/f
  • Austrittspupille Ap (in mm)
Objektivdurchmesser: d (in mm)
Vergrößerung: V

Ap=d/V
  • tatsächliches Gesichtsfeld des Okulars TG (in °)
scheinbares Gesichtsfeld (Okular): SG (in °)
Vergrößerung: V

TG=SG/V
  • Auflösungsvermögen des Teleskops A (in ")
Objektivdurchmesser: d (in cm)
13,8" [Rayleigh] / 11,5" [Sparrows]

A=13,8"/d [R] oder A=11,5"/d [S]
  • Maximalbrennweite des Okulars fmax (in mm)
Brennweite (Teleskop): F (in mm)
Mindestvergrößerung: Vmin

fmax=F/Vmin
  • Mindestvergrößerung Vmin
Objektivdurchmesser: d (in mm)
Durchmesser (Austrittspupille): Ap (in mm)

Vmin=d/Ap

(Je nach Lebensalter verändert sich die Größe der Augenpupille. Ein typischer Durchschnittswert ist 6 bis 7mm....)
  • Maximalvergrößerung Vmax
Objektivdurchmesser: d (in mm)

in der Regel: Vmax = 2*d

(Die Maximalvergrößerung hängt entscheidend vom Seeing und von der optischen Qualität des Teleskops ab.)
  • wahres Gesichtsfeld (Fernglas) WG (in °)
Sehfeld des Fernglases (in m auf 1000m): SF (in m)
17,45m ~ 1°

WG = SF/17,45m
  • Dämmerungszahl (Fernglas) D
Objektivdurchmesser: d (in mm)
Vergrößerung: V

D = SQRT(V*d)
  • Lichtstärke (Fernglas) L
Objektivdurchmesser: d (in mm)
Vergrößerung: V

L = (d/V)^2