Kometen - Zeichnungen
komet



Aktuelle Zeichnungen von Kometen


Machholz
Komet C/2009 P1 Garradd am 30. September 2011
(GSO 8 Zoll Dobson, 9 mm TS SWM)
Komet Garrad erscheint indirekt wie eine etwas breitere Brennerflamme mit  einer nahezu kreisrunden Koma, einem hellen flächigen Zentrum und einem sternförmigen false nucleu. Der kleine visuell erkennbare und rund 15' lange Schweifansatz läuft spitz zu und verliert sich dann im Himmelshintergrund. Innerhalb 1 Stunde ist die langsame Bewegung des Kometen anhand eines in der Nähe des Kerns stehenden Sterns schon deutlich sichtbar. Die Größe der Koma beträgt ca. 6' (DC 4-5) und die Helligkeit von Garradd zwischen 6,5 und 7 mag.


McNaught Hartley 2
Komet C/2009 R1 McNaught am 15. Juni 2010
(Bresser Skylux 70, 12,4 mm Meade Plössl)
Komet 103P/Hartley 2 am 9. Oktober 2010
(GSO 8 Zoll Dobson, 17 mm Baader Hyperion)
Im 10x50 Fernglas ist der Komet deutlich als rundes Wölkchen südlich von Delta Per erkennbar. Im Teleskop besitzt der hellste innere Bereich der Koma mit sternartigem Zentrum eine Ausdehnung von knapp 4' und erscheint leicht oval. Ein kurzer Schweifansatz ist sichtbar, der sich aber erst nach längerer Beobachtung und eher indirekt bemerkbar macht. Innerhalb von 45 Minuten ist eine deutliche Eigenbewegung des 5,6 mag hellen Kometen wahrnehmbar.
Im 10x50 Fernglas erscheint der Komet als großes und diffuses Wölkchen südöstlich des berühmten Doppelsternhaufens im Perseus und ist bei 71facher Vergrößerung im Teleskop ein auffälliges Objekt. Das Zentrum der grünlichen Koma zeigt eine deutlich hellere und leicht längliche Kondensation. Die Koma selber ist sehr groß, rund und diffus (DC3, >30'). Ein Schweifansatz ist nicht sichtbar. Die schnelle Eigenbewegung ist innerhalb der Beobachtungszeit auffällig.


Kometen - Zeichnungen aus der Vergangenheit


Lulin1 Lulin2
Komet C/2007 N3 Lulin am 4. März 2009
(Bresser Skylux 70, 40 mm TS Plössl)
Komet C/2007 N3 Lulin am 19. März 2009
(Bresser Skylux 70, Celestron SMA 25 WA)
Die 5,6 mag helle und visuell rund 15 Bogenminuten große Koma ist ziemlich groß und ausgedehnt. Die innere Koma ist etwas heller, der false nucleus sternartig. Nur ansatzweise ist im Okular der ca. 1° lange und spitz zulaufende Schweif erkennbar. Indirektes Sehen ist erforderlich um bei den wechselnden Sichtbedingungen den Schweif zumindestens zu erahnen. Während der Beobachtung kann seine relativ große Eigenbewegung gegenüber den Sternen gut nachvollzogen werden. Bei 28facher Vergrößerung, zeigt sich eine viel kleinere und blassere Koma als Anfang März bei der letzten teleskopischen Beobachtung. Die innere Koma ist zwar heller als die äußere und etwas länglich gestreckt, im Allgemeinen zeigt sich der Komet aber ziemlich diffus. Indirekt ist auch ein kurzer, schwacher und rund 22 langer Schweifansatz wahrzunehmen, der in östlicher Richtung verläuft. Die Größe der visuell sichtbaren Koma ist geschätzte 72 groß. Die Helligkeit liegt nur noch bei 7,3 mag.


Hale-Bopp1 Hale-Bopp2
Komet C/Hale-Bopp am 31. März 1997
(Fernglas 9x63 + Stativ)
Komet C/Hale-Bopp am 2. April 1997
(Fernglas 9x63 + Stativ)
Datum: 31.03.1997 / ca. 22.00 Uhr MESZ / Ort: Lübben
Sehr beeindruckende, sehr helle und ausgedehnte Koma (-1.5 mag) mit hellem sternartigen Kern. Heller, strukturierter und breiter werdender Staubschweif (ca. 15° visuell). Schweif in der Nähe der Koma deutlich heller.
Datum: 02.04.1997 / ca. 22.00 Uhr MESZ / Ort: Lübben
Helle Koma und sehr breiter Staubschweif. Am vorderen Ende ist die Koma dreigeteilt. Helligkeit am oberen Ende des Schweifs deutlich größer. Visuell schwacher Plasmaschweif erkennbar mit hellen Strahlen. Schweiflänge ca. 15°.


Ikeya-Zhang NEAT
Komet C/2002 C1 Ikeya-Zhang am 4. April 2002
(Fernglas 9x63 + Stativ)
Komet C/2004 Q4 NEAT am 14. Mai 2004
(Fernglas Zeiss 10x50 + Stativ)
Datum: 04.04.2002 / ca. 21.30 Uhr MESZ / Ort: Treppendorf
Relativ kleine aber helle Koma mit konstanter Helligkeitsverteilung. Bei indirektem Sehen sind zeitweise Strahlen im Schweif erkennbar.
Schweif im Fernglas ca, 7° lang, auch mit bloßem Auge sichtbar. Die Galaxie M31 befindet sich im selben Gesichtsfeld.
Datum: 04.04.2002 / ca. 23.00 Uhr MESZ / Ort: Lübben
Schon deutlich mit blossem Auge in der Nähe vom Sternhaufen M44 sichtbar. Im 10x50 Feldstecher unübersehbar. Helle, ausgedehnte Koma und relativ heller 3° langer Schweif. Zeitweise indirekt Strukturen im Schweif erkennbar. Eigenbewegung schon nach 1h sichtbar.


Machholz
Komet C/2004 Q2 Machholz am 6. Januar 2005
(Fernglas Zeiss 10x50 + Stativ)
Datum: 01.06.2005 / ca. 21.00 Uhr MEZ / Ort: Lübben
Schon als leicht unscharfes Sternchen 3° SW der Plejaden erkennbar. Im Fernglas relativ große, bläulich-grüne Koma mit hellem und sternartigen Zentrum. Im Fernglas direkt zwei Schweife im rechten Winkel zueinander sichtbar. Staubschweif exakt südlich des Kerns als kurzer und breiter Schweifansatz. Schwacher Ionenschweif ist exakt in Richtung Osten ausgerichtet und besser indirekt sichtbar.


SWAN Holmes
Komet C/2006 M4 SWAN am 16. Oktober 2006
(Bresser Skylux 70, 26 mm Super-Plössl)
Komet 17P/Holmes am 4. November 2007
(Bresser Skylux 70, Celestron SMA 25 WA)
Der Komet ist schon im Sucher des Lidl-Scopes zwischen zwei helleren Sternen als diffuser Lichtfleck, von ungefähr doppelter Größe M 13, und mit ca. 6,4 mag gut erkennbar. Im Teleskop und im 26 mm bzw. 12 mm Okular zeigt sich die 8' große Koma relativ deutlich und ausgedehnt und zum Zentrum hin heller werdend. Eine sternartige Kondensation im Zentrum ist aber nur schwer erkennbar. Richtung Norden ist indirekt schon ein kleiner, ca. 20' langer Schweifansatz sichtbar. Mit höherer Vergrößerung erkennt man am Kern eine hellere, leicht bogenförmige Struktur. Am 24.10.2007 geschah ein gewaltiger Helligkeitsausbruch, die den Kometen um 14 mag heller werden ließ. Am Anfang sternförmig, ist er jetzt mit blossem Auge und mit einem Komadurchmesser von rund 20' im Perseus sichtbar. Im Fernglas erscheint der Komet als annähernd gleichmäßig heller runder Wattebausch. Im Teleskop erkennt man deutliche Strukturen. Sichtbar ist ein ovales Zentrum mit einem sternförmigen false nucleu, umgeben von einer ungleichmäßig hellen Koma mit Schalenstruktur. Ein Schweifansatz ist in SW Richtung schwach und diffus erkennbar.